Mittwoch, 13. August 2014

on the road

    DAY 23

Hallo,

heute ging es ins 317km entfernte Clearwater. Auf dem Weg dorthin kamen wir in eine anderen Zeitzone. Wir waren jetzt wieder in der Pacific Time Zone, neun Stunden hinter der deutschen Zeit.
Bevor wir allerdings Jaspar verließen wollten wir uns nochmal die Stadt ansehen. Und außerdem wollten wir mal wieder checken was so im Internet abgeht. 
Wir sind also erstmal rumgelaufen und haben dann ein paar Sachen, wie Shampoo, Nudeln oder Wasser in einem "Tante Emma" Laden gekauft. 
Danach haben wir uns vor "Tim Hortens", sowas wie Starbucks, gesetzt und checkten erstmal Dinge mit Hilfe des Internets. Das es in Canada an sehr vielen Stellen "open Wi-Fi" gibt ist echt sehr hilfreich :) 
Mittags haben wir uns dann auf nach Clearwater gemacht. Die Fahrt dorthin war in Ordnung, es gab aber erstaunlicher Weise gar nicht so viel zu sehen. Ein paar Fotos haben wir trotzdem gemacht. 

Wir hatten nicht reserviert auf einem Campground sind also abends einfach zu einem gefahren, den wir vorher angerufen hatten und die hatten sogar noch ein Platz frei. 
Am Camping Platz haben wir dann erstmal zu Abend gegessen und später noch ein bisschen Fussball gespielt. Als es bereits dämmerte auch noch auf dem hauseigenen Mini-Golf Platz Mini-Golf gespielt. 

Kurz nach uns kam noch ein weiterer Camper an, dieser war alleine, fuhr aber einen riesiges Wohnmobil, so groß wie ein Reisebus mit einem halb so großen Anhänger. Später sahen wir, dass in dem Anhänger sein Porsche war und er gleich mal eine Testrunde über den Campingplatz drehte.. verrückte Leute gibts..

Bis dann,
JT





 

Dienstag, 12. August 2014

chillen am See

    DAY 22

Hallo,

heute haben wir eigentlich fast den ganzen Tag an einem See verbracht. Und dieser See war nicht irgendein Touristensee, sondern ein Geheimtipp. Diesen Tipp hatten wir von Spencers Bruder bekommen. Der See war auch nicht ausgeschildert, nannte sich aber Horseshoe Lake und ist bestens bekannt für die Felsen und Klippen von denen man aus reinspringen kann. 
Die Einfahrt zum Parkplatz hätten wir auch fast verpasst :) dann musste man noch ein bisschen durchs Gestrüpp laufen und man Stand direkt auf Felsen und guckte auf den See runter. Überall auf dem Weg dorthin waren Schilder, dass Springen auf eingene Gefahr sei und dass das Wasser sehr kalt sei. 
Als wir ne passende Stelle gefunden haben sind wir dann auch direkt reingesprungen. Das Wasser war wirklich nicht gerade warm. Eigentlich waren überall Kanadier, nur ein Deutscher musste rumzicken, weil wir die Musikbox dabei hatten und die ihm wohl zu laut war :) 
Die höchsten Klippen dort waren 25 Meter, die sind wir jedoch nicht runtergesprungen, dafür muss ja schon mehr oder weniger Profi sein ;)

Bis es Abends kalt wurde haben wir es ausgehalten am See. Dann sind wir eine halbe Stunde zurück zu unserem Campground in Jasper gefahren. Dort haben wir dann noch gekocht und den Abend wieder mit einem Lagerfeuer ausklingen lassen!

Bis dann,
JT

ein Erhöhung mitten im Wasser







Montag, 11. August 2014

Auf dem Weg nach Jasper mit Überraschung

    DAY 21

Hallo,

am Montag sind wir morgens schon früh aufgestanden, Spencer musste morgens in die Schule denn er hatte eine Klausur geschrieben, also verabschiedeten wir uns noch und fuhren dann zur Sherwood Mall, zwei von uns sind dort nochmal ins Fitnessstudio. Till und ich sind mit dem Camper zur einer Tankstelle gefahren. Dort wurde gedumpt und das Frischwasser aufgefüllt und natürlich getankt. Das mussten wir einfach nochmal ausnutzen, denn hier in Edmonton kostet das Benzin pro Liter 1,08 Dollar, das entspricht 0,75 Euro pro Liter. Also echt sehr billig. 
Vor uns lagen dann vier Stunden Fahrt nach Jasper. Unterwegs haben wir bei perfektem Sommerwetter an einem See direkt neben dem Highway angehalten. Alles war voller Sand, ein toller Sandstrand! Wir nahmen unsere Campingstühle und suchten uns eine Bucht. Später schwammen wir zur anderen Seite des Sees. Dort sind wir an Land gegangen und einen Berg hochgeklettert, das tat zwar barfuß total weh, aber die Aussicht von der Peak aus hatte sich echt gelohnt. 
Weh tat das denn überall war getrocknetes, hartes, spitzes Gras, das heißt es fühlte sich an, als wenn man über ein Nagelbrett gehen würde. Aber wie gesagt, für den Ausblick hatten sich die Schmerzen gelohnt. 
Leider konnte ich kein Foto von dem Ausblick machen, denn wir sind dort ja hingeschwommen, wäre nicht so gut gewesen, wenn ich meine Kamera mitgenommen hätte. Aber die besten Erinnerungen bleiben ja sowieso, wenn man sie einfach so "pur" erlebt.
Die Überraschung laut der Überschrift war dieser Sandstrand mit See, wir hatten es nämlich nicht für möglich gehalten, dass wir sowas nach dem Okanagan Valley nochmal erlebten...

Nachdem wir fast den halben Tag dann dort an dem Strand verbrachten ging unsere Reise weiter, wieder zurück ins Herz der Rockies. Jasper ist eine Stadt mit 3500 Einwohnern und wurde 1813 gegründet als Handelsposten der Hudson Bay Company. Die HBC ist eine der ältesten Handelsunternehmen der Welt und das älteste Unternehmen in Canada.

Abends kamen wir dann beim Whistlers RV Park in Jaspar an, das war wie in Banff ein öffentlicher Campground der dem Government of Canada gehört. Der Park war wieder riesig und befand sich mitten im Wald. Abends machten wir dann noch ein Lagerfeuer und spielten Frisbee. 

Bis dann,
JT




"unsere Bucht"




am Straßenrand


Campingplatz in Jasper

Sonntag, 10. August 2014

Ausflug an einen See

    DAY 20

Hallo,

heute gab es ein leckeres Pancake Frühstück bei Spencer. Danach sind wir zu einem See 1 Stunde von Edmonton entfernt gefahren. Das Wetter war echt gut! Wir haben uns dann einfach an einen Steg gelegt und entspannt. In dem See konnte man nicht wirklich schwimmen, als wir reingesprungen sind, sind wir auch gar nicht untergetaucht, denn ungefähr einen Meter unter der Wasseroberfläche befand sich eine Art Algenteppich. Nachdem wir den mitgebrachten Lunch gegessen hatten machten wir uns wieder auf den Heimweg. 
Dort packten wir erstmal alle unsere Sachen von 20 Tagen Roadtrip in die Waschmaschine. Natürlich hatten wir immer mal wieder ein paar Sachen auf den Campgrounds gewaschen, doch jetzt konnten wir nochmal alles durchwaschen. 
Als Abendessen gab es Cesar Salad und Würstchen. Nach dem Dinner sind wir nach Edmonton Downtown gefahren und haben uns dort zusammen mit Spencer mit seinem Bruder getroffen. Alle zusammen sind wir in ein "Bier-Haus" gegangen. Dort gab es die verschiedensten Biersorten! Später sind wir noch mit zu Spencers Bruder nach Hause. Um Mitternacht sind wir dort abgezogen und haben noch im Man Cave den Abend ausklingen lassen. 

Bis dann,
JT



Zwei Corvettes beim Straßenrennen direkt vor uns auf dem Highway

Eingang des Bier-Haus

"Bier mit Schuss"

Samstag, 9. August 2014

West Edmonton Mall

    DAY 19

Hallo,

heute trafen wir endlich unseren kanadischen Freund, den wir aus der deutschen Schule kannten. Gepennt hatten wir alle im Camper vor deren "Garage", hatten also sogar Strom. Das Badezimmer konnten wir in deren Garage benutzen, was eigentlich gar keine Garage ist, sondern ein komplett eingerichteter Raum mit Arbeitszimmer und Bandproberaum mit Küchenzeile und einem großzügigen Badezimmer. Genannt wird es "Men Cave" und gehört Spencers Vater, der dort sein Arbeitszimmer und eben mit seiner Band probt und abhängt. 
Nach dem Früstück sind wir alle zusammen in Spencer Auto zur West Edmonton Mall gefahren. Die größte Mall Nordamerikas mit 800 Shops und über 30 Millionen Besuchern im Jahr. Bis 2004 war es sogar die größte Shopping-Mall der Welt. 
Dort haben wir dann ein bisschen gekauft, vorallem bei Abercrombie, was ziemlich günstig war, weil alles on Sale war. 
Einige von uns sind dann noch auf die härteste Achterbahn Nordamerikas gegangen. Ich war dort letztes Jahr bei meinem Besuch in Edmonton auch drauf, doch danach tat mein Rücken von der G-Force so weh, dass ich das diesmal nicht brauchte. Doch den drei anderen machte es ordentlich Spaß! Muss man mal im Leben gemacht haben, die zweithärteste Achterbahn der Welt gefahren zu sein :) 

Zürück nach Hause sind wir über das Goverment Place gefahren, Spencer zeigte uns also ein bisschen die City von Edmonton. Das Wetter war echt gut, aber nicht zu warm. 
Als Dinner gab es ein unglaublich leckeres Alberta Beef Steak gegrillt von Spencer's Dad, davor gabs noch Karotten und Gemüse mit Dipp.

Abens sind wir fünf zum Liqor Store gefahren, haben etwas Bier gekauft und sind dann zu Spencer Bruder gefahren und haben dort mit ihm und seiner Freundin gechillt. 
Nachts sind wir dann zurück und haben bei Spencer zu Hause noch ein Lagerfeuer gemacht und haben im Men Cave rumgehangen. 

Ein echt gelungener Tag ;) 
Bis dann,
JT






Freitag, 8. August 2014

Edmonton!

    DAY 18

Hallo,

an der Trucking School, obwohl dort schon seit 6h morgens was los war, ließ es sich gut schlafen. Nachdem wir dort alle im Camper duschten sind wir weiter gefahren. Also in Edmonton waren wir ja schon, aber am Abend konnten wir erst zur unser nächsten Destination. Das war nämlich ein kanadischer Freund von uns, der vor einem Jahr ein Auslandjahr in Deutschland verbracht hatte. Und für die nächsten Tage wollten wir mit ihm Sachen unternehmen. 
Doch zuvor hatten wir Breakfast/Lunch bei Tim Hortens, das ist hier in Kanada das beliebteste "Fastfood-Restaurant", das ursprünglich auf Kaffe und Donuts spezialisiert war. Jetzt aber auch Sandwitches und andere Frühstücksspeisen im Sortiment hat.
Als wir dort ankamen gab es dort aber irgendwie nur einen "Tim Hortens - Drive Thru" und mit unserem Wohnmobil war das eindeutig nicht zu machen. Also taten wir einfach so, als wenn wir ein Auto wären.. klappte aber nicht, man nahm uns nicht ernst :) 10min später weiste uns jemand daraufhin, dass der Eingang des Tim Hortens auf der Rückseite sei. Von Außen sah das Gebäude total klein aus, als wenn es nur ein Drive Thru wäre, aber so konnten wir dann doch noch was bestellen. Die Bedinung hat schlechter English gesprochen als Oettinger. Ich weiß nicht, wie diese Leute an solche Jobs immer kommen? Naja halt irgendwie eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, ich meine, wenn man hier auch bei Baustellen auf eine Ampel verzichtet und stattdessen Menschen schilder mit Stop oder Slow halten lässt. 
Nach dem Frühstück mussten wir erstmal unseren kompletten Kühlschrank Inhalt wegwerfen, denn leider funktionierte der seit ein paar Tagen ja nicht mehr. 

Danach haben wir uns auf die Suche nach einer Werkstatt gemacht. Auch waren wir wieder bei Canadian Tire, doch mal wieder konnte man uns dort nicht helfen, sodass wir am Ende bei einem riesigen Wohnwagenverkäufer landeten. Wir schilderten unser Problem und rufen von deren Telefon auch wieder unseren Vermieter an und zwei Mechaniker schauten sich das Kühlsystem und die Gasleitungen an. Eine undichte Stelle gab es schonmal nicht, obwohl es auf der Fahrt dorthin ziemlich nach Gas im Wagen gerochen hatte. 
Die Mechaniker haben zwar einen gewissen Aufwand betrieben, aber konnten uns nicht wirklich helfen. Aber wieder sehr nett, wollten nichtmal was dafür haben :)

Bevor wir zu unserem Freund Spencer gefahren sind, haben wir noch eine Abstecher in die Sherwood Mall gemacht, dass ist eine kleine Mall in dem Vorort von Edmonton, wo Spencer wohnt. 
Dort haben wir dann mehr oder weniger rumgehangen. Paar von uns sind dort gratis in ein Fitnessstudio gekommen..

Als wir Abends zur Spencer kamen, dachten wir keiner sei zu Hause, denn er kam sowieso erst in der Nacht aus den USA zurück. Doch seine Eltern waren da. und nähmen uns direkt mit rein. Als kleines Geschenk hatten wir einen Wein gekauft im Okanagan Valley. Dort sollen edle Tropfen reifen :)

Dort gab es dann Pizza und einen leckeren Rohkostteller und dann haben wir mit den Eltern noch zusammen "Bad Granpa" geschaut. Echt ein witziger Film. 
Am Ende waren wir ziemlich müde vom Tag, sodass wir Spencer nicht mehr sahen, er kam irgendwann um 3h morgens erst nach Hause. 
Aber am nächsten Tag war es dann soweit...Seit gespannt was wir zusammen mit ihm erlebt haben!

Beste Grüße,
JT

hier in Alberta darf man sich alles aufs Nummernschild schreiben lassen: "Captain Morgan"

Donnerstag, 7. August 2014

Weltuntergang und Weiterfahrt nach Edmonton

    DAY 17 Part 2

Hallo,

nachmittags kamen wir am Sylvian Lake an, dieser lag nicht direkt auf unserer Route nach Edmonten, doch im Reiseführer stand, er sei einen Besuch wert. Und da wir sowieso zu keiner Zeit an einem bestimmten Ort sein mussten, da wir keinen Campground gebucht hatten, haben wir den Abstecher gemacht. Zuerst zum dortigen Visitor Center, wir wollten in Erfahrung bringen, ob es hier einen Campground gebe, aber das Visitor Center hatte zu. 
Also sind wir direkt weiter zum See. Einen Parkplatz für unser fahrbares "Haus" gabs direkt an der Strandpromenade. Das Wetter war auch ganz gut... und duschen mussten wir mal wieder :) Eigentlich wollten wir das im See erledigen, doch dann sahen wir zufällig direkt öffentliche Außenduschen. Das Wasser war vom Gefühl her kälter als der Wasserfall vor ein paar Tagen...
Schlagartig wurde das Wetter unangenehm, die Sonne verschwand und es zogen dunkle Wolken auf. Doch Regen war noch nicht in Sicht. Trotzdem gingen wir dann direkt frisch geduscht zurück in den Camper. Wir sind dann nochmal zum Visitor Center gefahren, denn unser Abwassertank im Camper war langsam voll. Im Visitor Center haben wir dann directions zu einer kostenlosen Dumping-Station bekommen. Diese war einfach in einem Gewerbegebiet, aber außer einem Loch im Boden war da nichts. :)
Währrend des dumpen wurde es immer dunkler, in der Ferne sah man schon Blitze und hörte Gewitter.
Wir sind gerade rechtzeitig fertig geworden und dann fing die Weltuntergansstimmung schon an. Es knallte, blitze und war total dunkel obwohl es noch gar nicht so spät war. Das Knallen kam durch riesige Hagelkörner, so viele auf einmal und so große habe ich noch nie gesehen, vorallem nicht im Hochsommer. Die kompletten Straßen waren überschwemmt, überall sah man Menschen wegrennen, die noch in kurzer Hose und T-Shirt waren. Der See sah aus, wie währrend eines Hurricane. Das war echt krass. Wir flüchteten in einen nahgelegenden Subway, und da wir keine nassen Schuhe bekommen wollten sprinteten wir einfach in Flipflops dort hin. 
Nach einer halben Stunde war dieses krasses Naturschauspiel auch wieder vorbei. Überall auf den Straßen lagen dann die Hagelkörner und Äste und Blätter von den Bäumen.
In der Dämmerung kamen wir in Edmonten an, zuvor waren wir laut unserem Navi zu Campingplätzen gefahren, doch unser Navi führte uns entweder an eine Grundschule oder an eine Highway Abfahrt, wo keine war. Naja am Ende blieb uns nichts anderes übrig, um einfach an einer Tankstelle nachzufragen. 
Einer von uns ging rein und fragte die Kassierer, die waren so nett und schauten gleich auf ihrem Handy nach. Eine andere ältere Kundin hatte das mitbekommen und schaute auch nach, rief sogar noch ihren Sohn an, um ihn zu fragen. Danach rief die nette Dame alle möglichen Campgrounds an, doch entweder hatten die keinen Platz mehr oder waren geschlossen. Zu unserem Glück hatte noch eine weitere Person das mitbekommen und mischte sich ins Gespräch ein, es war ein Mann, dem eine Truck Driving School gehörte und er meinte, dass wir bei ihm auf dem Gelände übernachten dürften :) Abenteuerlich, dass jemand so nett ist, und vier Ausländer zu seiner Firma nimmt. Er fuhr mit seinem Truck vor und wir hinterher. Dort angekommen füllte er uns sogar noch den Frischwassertank auf. Zeigte uns ein paar seiner Trucks, obwohl es schon ziemlich spät war, und gab uns dann sogar noch das Wlan-Passwort. Mega nett! Dort bleiben dürften wir am nächsten morgen auch so länge, wie wir wollten, obwohl er selber nicht da war.
So stand uns eine "sichere" Nacht an der Capilano Drivers School bevor. 


Bis morgen,
JT



double rainbow nach dem "Weltuntergang"

mal wieder im Canadian Tire um Hilfe für unseren Kühlschrank zu fragen - ohne Erfolg

spät Abends an der Capilano Drivers School

das Gewitter zieht auf, vorne die Dumping Station
Capilano Drivers School von der Seite

verrückter Tag

    DAY 17

Hallo,

am heutigen morgen sind wir natürlich erst später aufgestanden. Die nächtliche Fahrt steckte uns noch in den Gliedern. Aufgewacht sind wir auf dem Baumarktparkplatz. Als wir nachts dort ankamen war der natürlich los, jetzt morgens, war dort total der Drubel und um uns herum standen überall Autos. 
Leider machte schon seit einem Tag der Kühlschrank zicken, beziehungsweise die Gaszufuhr, wodurch der Kühlschrank angetrieben wird. In der Stadt (Rocky Mountain House) sind wir dann erstmal zu einer Tanke gefahren, dort haben wir das Gas auffüllen lassen, und den Tankwart noch nach Hilfe gefragt, der versuchte zwar zu helfen, wusste aber auch nicht wo das Problem sei. Er empfiel uns eine Werkstatt. Da wir diese aber nicht auf anhieb fanden, hielten wir erstmal bei einem Autohändler. Dieser sah aus wie ein Cowboy und wie wir später erfuhren wurde er von allen im Ort "Chief" genannt. Der Chief versuchte uns auch zu helfen, doch auch er fand die Ursache nicht empfahl uns aber seinen Kumpel, der im GM Autohaus arbeitet. Dort angekommen fragten wir nach diesem Kumpel, der auch netterweise sofort seine eigentliche Arbeit unterbrach und sich den Kühlschrank und die Technik anguckte. Zusammen mit ihm haben wir dann auch noch unsere Wohnmobil-Verleiher angerufen, denn das muss ja immer alles abgestimmt sein, wenn man Reparaturen vornimmt. Doch soweit kam es gar nicht, denn er meinte für soetwas müsse er den Wagen mind. zwei Tage dabehalten. Das wollten wir natürlich nicht. Am Ende hat er uns noch den Gasdruck erhöht, sodass wir Hoffnung hatten, dass der Kühlschrank bald wieder funktionieren würde. Als Dankeschön ließen wir dem netten Mechaniker deutsche Schokolade da. 
Unser nächster Stop hieß Sylvian Lake, ein großer Badesee etwa 1 Stunde von Rocky Mountain House entfernt, dort haben wir dann auch geduscht, denn im Camper war das mit nur noch wenig Wasser im Tank nicht möglich. 
Was wir dann noch am See erlebten war schlichtweg unglaublich, doch dazu mehr morgen... Stay tuned!

Freut euch drauf,
JT


 


Mittwoch, 6. August 2014

Icefields Parkway und Gruselstimmung

    DAY 16

Hi,

noch in der Morgendämmerung sind wir aufgestanden. Als der Wecker klingelte stand auf diesem 5:00 Uhr. Heute wollten wir nämlich den Highway 93, der zwischen Lake Louise und Japser liegt, und als einer der schönsten Highways der Welt gilt, fahren. Um so vielleicht in den Morgenstunden etwas Wildlife zu sehen.
Auf dem Icefieldsparkway sahen wir dann was "braunes" am Straßenrand. Wir stoppten und es war ein Schwarzbär, und kurze Zeit später kam noch das Schwarzbär Junge hervor. Beide waren auf der Suche nach Futter so früh am morgen. 
Durch diese schöne Landschaft mitten durch die Rockies fuhren wir auf dem "Icefields-Parkway" noch eine Weile, gegen 8h blieben wir dann an einem See stehen. Und frühstückten dort. Draußen war es dafür zwar zu kalt aber mit den großen Fenstern war das schon ein sehr cooles Frühstück. 
Wir sind dann weiter zu verschiedenen Aussichtspunkten, ganz bis nach Jasper wollten wir nicht, da wir vorher auf einen anderen Highway abbiegen wollten um dann am nächsten Tag direkt nach Edmonton fahren zu können. Wir sind aber trotzdem etwas weiter als die "Highway-Kreuzung" gefahren, denn weiter im Norden gab es noch das Columbia Icefield, eine der größten Ansammlungen von Eis südlich des Polarkreises. Seine Fläche beträgt 325 km², die Dicke 100 bis 365 m und die jährliche Schneefallmenge bis zu sieben Meter. Um das Icefield herum befinden sich auch einige  der höchsten Berge der Rocky Mountains, wie der Mount Columbia mit 3747 m. 
Dort war es echt richtig windig und kalt. Und überall waren Schilder aufgestellt, bis wo das Icefield früher mal war, man kann schon feststellen, das es sich um mehr als die Hälfte seit 1900 verkleinert hat.
Nach dem Icefield wollten wir noch zu speziellen Wasserfällen, da wir die aber erst spät gefunden haben und die dann auch  eine komplette Enttäuschung waren sind wir zurück Richtung der Highway - Abbiegung nach Edmonton gefahren. 
Auf der Fahrt, hielten wir jedoch bei richtig großen und schönen Wasserfällen an. Till und ich sind die erstmal bis oben hochgeklettert. Ein schöne Aussicht von oben, und jetzt sind wir auf ganz vielen Touristen Fotos :) Das war allerdings noch auf dem Hingweg in Richtung Jasper. Wir stoppten ein zweites Mal an den Falls auf dem Weg nach Edmonton. Und dann kam uns eine Idee. Wir hatten nicht mehr viel Wasser im Tank und hatten alle noch nicht geduscht. "Na dann lass doch einfach unter den Wasserfällen duschen". Das Wetter war nicht gerade geeignet dafür und es nieselte ein wenig. Wir sind dann also mit Shampoo in einer Hand, Handtuch in der anderen und Badehose und Flipflops an der Seite der Fälle hochgeklettern. Die Leute haben uns vielleicht irritiert angeguckt. An einer passenden Stelle habe ich dann den Anfang gemacht, einmal schnell drunter, alleine da blieb einem schon komplett die Luft weg. Mega kalt und dann noch der harte Wasserstrahl von oben. Dann schnell einschampoomiert und alles schön sauber waschen ;) Da ist diese komische Ice-Bucket-Challenge nix dagegen ;)
Naja danach haben wir uns schön frisch und hellwach gefühlt. Ein cooles Gefühl, so eine Naturdusche zu benutzen. 
Die Nacht sollte noch lang werden, doch das wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. 
Wir fuhren an dem Tag noch 7 Stunden. Aber erlebten auch so einiges. 
Dinner hatten wir auf einem Parkplatz direkt an einem Fluss, eine Rangerin kam direkt vorbei und wollte wissen, ob wir hier campen würden... mhm doof gelaufen, wir mussten spätestens um 21 Uhr verschwinden. Auf dem Parkplatzt kam ein Deutscher junger Mann zu uns und fragte ob wir ihm helfen könnten. Er hatte mit seinem Van einen platten und nicht den richtigen Schraubenschlüssel dabei. Zum Glück hatten wir einen dabei, und so halfen wir ihm und seiner Freundin noch den Reifen zu wechseln. Und währrenddessen lief ein Bär so 20m von uns auf dem Parkplatzt entlang, verschwand dann aber wieder im Busch. 
Eigentlich wollten wir irgendwo auf einem Campground oder an der Seite übernachten. Doch es gab einfach nichts. Als wir dann auf dem Highway in Richtung Edmonton waren sahen wir noch einen großen Elch am Straßenrand. Wir fuhren dem Sonnenuntergang entgegen und kamen irgendwann in eine "Zombie-Landschaft"...die komplette Natur war zerstört, hier wütete ein Wildfire, an manchen Stellen rauchte es noch total, das war echt erschreckend. Und dort wollten wir auch nicht bleiben und übernachten. Also fuhren wir weiter und fanden doch tatsächlich eine Stelle direkt an einem See. Doch leider kamen wir da bei der anbrechenden Dunkelheit nicht hin mit unserem Camper, die Straße war viel zu steil und hatte riesige Schlaglöcher. Na dann hieß es halt weiter fahren. Und das noch für sehr lange. Wir waren alleine an dem Tag um die 550km unterwegs. Doch es hat sich ja gelohnt, die Strecke hätten wir ja sonst am nächsten Tag zurück legen müssen. Naja irgendwann kamen wir in einer Stadt an, irgendeinem Indianer Reserve, dort war es aber so gruselig, dass wir dort nicht bleiben wollten, als dann noch ein Schild mit Crime Watch auf tauchte rasten wir möglichst weit weg. Doch der Tank hielt nicht mehr lange durch. Irgenwann kam im niergendwo eine Tankstelle... Hier wo es nichtmal Handynetzt oder Internet gab. Das Benzin war nicht wirklich teuer, also haben wir vollgetankt. Wir gingen in den Store um zu bezahlen, und das war schon sehr gruselig. Ein kleiner Asiate stand hinter dem Thresen, wo wir bezahlten. Im Store lungerten überall komische Leute rum. Was machen die an einem Wochentag mitten im Niergendwo nachts auf einer Tankstelle?? 
Wir tankten und dann nichts wie weg. Als dann noch Nebelbänke und ein heftiges Gewitter auftauchten fühlten wir uns komplett wie in einem Horrorfilm. Stehenbleiben wollten wir hier definitiv auch nicht. Also weiter. Ganz spät, das halbe Wohnmobil war schon eingepennt, schaffte wir es in eine kleine Stadt. "Rocky Mountain House". Als wir dort ankamen war es wie leer gefegt, nur ein paar Holz-Trucks machten Lärm. Wir wollten nur noch schlafen und deshalb fuhren wir auf den Parkplatz des Canadian Tire Supermarkts. Uns war egal ob das jetzt legal oder nicht war, wir wollten nur noch pennen. Wir fielen wie Steine ins Bett. 
Aber der Tag war echt aufregend! Wir hatten so viel erlebt! Und es war der längste Tag überhaupt, von 5h morgens bis 2h nachts auf den Beinen. Das hört sich für mich nach einem richtigen Roadtrip an ;)

Bis dann,
JT

Frühstück am See







Columbia Icefield

On top auf den Wasserfällen

Weißkopfseeadler auf dem Parkplatz wo wir zu Abend aßen






Colubia Icefield


Die Wasserfälle, die als Dusche fungierten