Dienstag, 5. August 2014

Johnston Canyon

    DAY 15

Hi,

heute sind wir zum Johnston Canyon gefahren. Das ist eine Schlucht, die sich zwischen Banff und Lake Louise befindet. Dort hin führt ein 1,1km langer Fußweg. Man ist dann an den Lower Falls, etwa 10m hohe Wasserfälle. Geht man 2,7km weiter gelangt man zu den Upper Falls, welche 30m hoch sind und viel beeindruckender. Neben den Upper Falls war noch ein interessanter riesiger Stein. Denn dieser Stein wächst, er wird mit der Zeit immer größer. Das hat was mit der Feutigkeit und den Molekülen ím Wasser des Wasserfalls zu tun. 
Das hochwandern zu den Wasserfällen, war ganz interessant. Auf der Hälfte haben uns noch Leute in gebrochenem Deutsch angesprochen, woher wir denn kämen ;) 
Nach den Falls sind wir direkt in die Nähe des Sees von gestern gefahren, diesmal wollten wir an einen anderen. Auf dem Weg dort hin haben wir am Straßenrand mehrere Autos gesehen, die Leute standen draußen und guckten in die Büsche. Also hielten wir auch an und sahen in den Büschen einen riesigen Hirsch. 
Am See angekommen, der deutlich als Badesee ausgeschrieben war wurden wir direkt von zwei Kanadiern angesprochen, da wo 5min ein Grizzly Bär 10m von denen entfernt war. Und mit diesen Bären sollte man nicht spaßen. Der See gefiel uns auch nicht so schön. Also sind wir zum Nachbarsee dem Two Jack Lake von gestern gefahren. Und natürlich sind wir auch diesmal direkt reingesprungen. Und das beste war, heute hatten wir einen "Parkplatz" direkt am Wasser. Wenn man aus dem Fenster schaute, dachte man, wir wären auf einem Boot. 
Der See war diesmal so kalt, dass ich mich danach warm abduschen wollte, das war auch recht angenehm. Bis ich aber merkte, dass die Wasserheizung gar nicht an war. Sprich, das Seewasser war so mega kalt, dass ich das normale eigentlich auch kalte Wasser aus dem Tank als warm empfunden hatte... Sachen gibts :)
Dinner hatten wir dann auch wieder an diesem schönen See. 

Heute sind wir dann schon recht früh ins Bett gegangen, denn morgen sollte noch ein sehr interessanter Tag auf uns warten, der sehr früh beginnen wird....

Bis dann,
JT

Lower Falls

das Beige ist der wachsende Felsen

Upper Falls







Auf der Suche nach Wildlife


Big Horn Sheep am Straßenrand



der große Elch im Busch


 

Montag, 4. August 2014

fällt wirklich alles ins Wasser?

Hallo,

heute morgen sind wir mit einem mega Plan im Hinterkopf aufgewacht. Die Idee war es zum Fuße des Sulphur Mountain zu fahren, und dann hoch zu wandern. Von oben hat man dann eine super Aussicht auf Banff und das gesamte Bow Valley aus 2281m.
Es kündigte sich jedoch schon an, das daraus wohl eher nichts werden würde. Dunkle Wolken hingen im Tal, und als wir dann zur Abfahrt bereit waren find es noch an zu regnen. Am Parkplatz des Berges, der trotzdem brechend voll war, haben wir uns mit Felix getroffen. Aus dem Wohnmobil mussten wir erst gar nicht gehen, denn plötzlich fing es total an zu Gewittern und zu hageln. Felix kam in unserem Camper, unter dem sich mitlerweile ein richtiger Fluss entwickelt hatte, und wir überlegten uns ein alternativ Programm. Zwei von uns sind rüber in die Hotsprings gegangen, dort kommt aus der Erde extrem heißes Wasser, 38 Grad und mehr. Aber sie kamen später enttäuscht zurück, denn die hatten wegen des Gewitters geschlossen. Als nach gefühlten 2-3 Stunden der Regen endlich nachlies, machte es keinen Sinn mehr hochzuwandern, denn alles war ja jetzt total matschig und so.
Der Ranger gestern hatte uns was von coolen Seen in der Nähe erzählt, also sind wir einfach mal dort hingefahren. Auf dem Weg zum Two Jack Lake haben wir dann sogar auf einer Lichtung noch Wildlife gesehen, eine große Reh-Familie, um die 15 Tiere. Am See angekommen, rannten wir direkt mit Badehose in den See, wir wollten ja schließlich noch was erleben :) Das Wasser war allerdings total kalt...und der Regen tat auch nicht gut, aber es hat sich gelohnt, war ein cooles Gefühl. 
Danach sind wir am Seeufer entlang gegangen und haben eine passende Stelle zum Angeln gesucht. Gefangen haben wir zwar nichts, war aber trotzdem lustig. Und an einer Stelle des Sees gab es so ein krasses Echo, sowas hatte ich noch nicht gesehen. Man sagte was nur etwas lauter und es schallte im ganzen Tal zurück. 
Am Abend haben wir dann noch direkt am See gekocht und dort auch gegessen. Aber irgendwie hat sich er ganze Tag, wie ein langer Abend angefühlt, Grund war wahrscheinlich das Wetter und dass es sehr dunkel deswegen war. 
Zurück in Banff sind wir dann noch in einen Saloon gegangen und einer Reggie Band zuzuhören, das war so mittel. 

Bis dann,
JT

Camper von Felix mit dem er durch USA und CA reist

Two Jack Lake






beim Angeln


die Reh-Familie

kleine Besucher am See



 

Sonntag, 3. August 2014

Und weiter gehts: Banff

    DAY 13

Hallo,

heute hieß es für uns wieder Sachen packen und weiter ging es. Obwohl, das gute ist ja bei einem Camper, dass man einfach losfahren kann und sein zu Hause mitnimmt. Das einzige was man einpacken muss, ist das Stromkabel und den Frischwasserschlauch. 
Nachdem wir das erledigt hatten ging es für uns ab ins 160km entfernte Banff, der wohl bekannteste Ort der Rocky Mountains. Hier war das Wetter auch gleich viel rauer. 
Zuvor sind wir allerdings noch am Emerald Lake vorbei gefahren, der war echt schö, von der Farbe und Kulisse her. Unser nächsten Stop auf dem Weg nach Banff sollten eigentlich die Takakkaw Falls werden. Wir folgten also der Beschilderung und wunderten uns noch, warum auf dieser Straße keine Anhänger erlaubt seien. Irgendwann kamen wir zu einer Straße, wie wir sie noch nie gesehen hatten... Man musste mit dem Wohnmobil da ersthaft so hochfahren, wie eine Murmelbahn aufgebaut ist. Denn anders wäre man um die Kurve nicht gekommen. Ich bin die erste Kurve mal hochgelaufen, aber das war echt zu heikel. Wir sind dann lieber umgedreht, schade um die Wasserfälle. Aber mit dem fetten Camper wollten wir nicht unbedingt den Berg runtersegeln. Jetzt wussten wir auch, warum Wohnanhänger nicht erlaub waren. 
Unser nächster Stop war das Touristen Monopol schlecht hin, der angeblich schönste See Kanadas, der Lake Louise. Alleine um erstmal zum Parkplatz des Sees von der Highway Abfahrt zu gelangen, hat es 50min gedauert. Alles total überfüllt. Das Wetter war jetzt auch nicht so gut, aber man muss es mal gesehen haben. Ich war dann das dritte mal dort, im Winter bin ich sogar mal drauf Shlittschuh gelaufen. Um den halben See sind wir dann noch rumgewandert, und desto weiter man sich vom See direkt am Parkplatzt entfernte wurde es auch leerer. Also die meisten Asiaten-Busse, die dort ankommen, steigen kurz aus, zücken alle ihr Ipad oder ihr Samsung Galaxy mit Halterung um die besten Selfies zu machen. Und dann sind die nach 2min wieder weg. Nach Ihnen kommen aber weitere und weitere Busse, also leer wirds nie :) Ich bin sowieso der Meinung, so wie die überall immer durchgerusht sind, dass die so eine Tour gebucht haben, die sich irgendwie "Die Rockies in 24 Stunden" oder so nennt... :)
Auf dem Rückweg vom Lake Louise wollte wir eigentlich noch beim Moraine Lake vorbei fahren. Jedoch war die Besucheranzahl dort schon so hoch, dass die Straße dort hin erstmal gesperrt war, und noch länger wollte wir da jetzt echt nicht warten. Ich frag mich echt, was an den beiden Seen los sein soll, wenn es richtig gutes Wetter ist.
Am Abend kamen wir dann endlich in Banff an. Wir stellten unseren Camper erstmal auf den RV Parkplätzen ab und gingen nach Banff Downtown, also eigentlich ist das nur eine Straße und theoretisch ist Banff komplett Downtown, denn hier leben in einer Höhe von 1400m nur 7500 Menschen, aber denke ich aber dreimal so viel Touristen in den Peak Seasons :)
In Banff Downtown hatten wir dann nach 5 Tagen auch mal wieder Internet. Also mussten wir dort erstmal kurz bleiben. Die Leute dachten sich bestimmt auch, was die vier Jungs nach vorm Starbucks alle am Handy machen, statt sich zu unterhalten. Vorher waren wir noch beim Visitor Center und ein Ranger erklärte uns, wo man hier wandern könnte. Ein Trail darf man sogar nur mit Bärenspräy und mindestens zu viert machen, also wenn die Kanadier das schon sagen, dann heißt das was. 
"Am Internet" haben wir noch einen anderen Deutschen getroffen. Er war 24 und macht gerade alleine einen Roadtrip durch Kanada und USA. Der war ganz korrekt, also haben wir uns mal zum Abend verabredet.
Gegessen haben wir vorher aber erstmal bei earls. Aber in Banff, ist von der Location und Einrichtung eindeutig der "schlechteste" earls, obwohl earls ja eigentlich  gar nicht schlecht sein kann, aber gegen die in Vancouver oder im Okanagan hat der in Banff echt keine Chance. 
Nach dem Essen haben wir uns mit dem Roadtripper Felix in einer Bar getroffen und dort den Abend mehr oder weniger ausklingen lassen, Bevor wir noch in den 10min entfernten öffentlichen Tunnel Mountain Campground gefahren sind. Der Campground war so riesig, dass der sogar mit Straßen auf dem Navi eingezeichnet war!

Bis dann,
JT

Emerald Lake

Straße zu den Falls, die wir nicht fahren konnten

Lake Louise

Lake Louise

erster Regen währrend des Roadtrips, zwischen Lake Louise und Banff

Natural Bridge

Lake Louise

so wurde von uns verlangt dort hochzufahren...

 

Samstag, 2. August 2014

Kicking Horse Mountain Resort

     DAY 12

 Hi,

heute sind wir mit dem Gedanken aufgestanden, irgendwas cooles unternehmen zu wollen. Die Idee einen Berg hochzuwandern klang schonmal ganz gut. Der Besitzer des Campgrounds erklärte uns auch ungefähr, wo wir hinfahren müssten. Da dies aber kein offizieller Wanderweg war und wir auch keinen Plan hatten, wie wir dort hingekommen wären, entschieden wir uns dafür zum Kicking Horse Mountain Resort zu fahren. Das war echt ein ganz schönes Stück weg, und dann dachte man, ah da ist das Schild, wir sind jetzt da... Aber dann musste man doch noch 20min fahren. Der Highway dort hin war aber ganz schön.
Am Fuß des Berges angekommen stand die Entscheidung an, was wir überhaupt machen wollen, unter anderem konnte man sich auch ein Downhillbike ausleihen und im Bikepark rumbrettern. Seht selbst, wie vielfältig das Resort ist: kickinghorseresort.com 
Wir entschieden uns für "mit der Gondel hochfahren". Wie sich hinterher herausstellte, war das gar keine schlechte Idee.
Oben angekommen gingen wir einen Schotterweg lang, dieser befand sich direkt auf dem Bergkamm, rechts und links ging es jeweils sehr steil runter. Auf dem Schild des Wanderwegs stand was von 4-5 Stunden Wanderung, naja wir probierten es mal. Am Anfang waren noch mehrere Leute um uns herum, doch nach und nach waren wir fast die einzigen. Ab und zu kamen uns Leute entgegen, aber sonst war es sehr ruhig. Irgendwann hörte der Weg auf und wandelte sich in einen schmalen "Trail" um. Ab jetzt hieß es nicht mehr wirklich wandern, sondern eher klettern. 
Der Trail war also echt schon anspruchsvoll, keineswegs ein normaler Wanderweg. Nach ständigem hin und her geklettere und mit den Armen sich hochziehen und den Beinen sich abstützen kamen wir oben endlich an. Vielmehr waren wir ja eigentlich schon oben, und sind nur einen anderen Berg langgelaufen.
Oben war dann Wiese und sonst noch ein paar Felsen, die Aussicht war auf jeden Fall schön. Der Himmel war etwas bedeckt, wahrscheinlich vom Rauch der Wildfire.
Für das Zurück gehen, mussten wir etwas mehr Zeit einplanen, man ist öfters abgerutscht, da es doch schon Steil war, da war man froh, dass man sich an ein Paar Wurzeln und Felsen ab und zu festhalten konnte. Im Nachhinein, war es vielleicht etwas dumm mit normalen Jogging-Schuhen und T-Shirt da entlang zu klettern. Aber das war eben auch ein Abenteuer :) 

Abends haben wir dann im Camper gekocht und draußen gegessen, das Wetter war in Golden fast so gut, wie im Okanagan Valley. Als wir mit dem Dinner fertig waren, kam sogar noch eine Frau vorbei, die uns Kuchen vorbei brachte. Sind halt richtig nett, die Kanadier :)

Bis dann,
JT

Highway zum Mountain Resort


"klettern"


on top!

Bergkamm, normaler Wanderweg


 Der Trail, um auf die "peak" zu kommen
Brücke um zum Mt Resort zu gelangen


Freitag, 1. August 2014

erster Nationalpark

    DAY 11

Hallo,

nach einer Nacht in Revelstroke ging es auch schon wieder weiter zum nächsten Campground. Noch ein wenig blieben wir Revelstroke noch erhalten. Und zwar fuhren wir den Mount Revelstroke hoch. Das ist ein Nationalpark und war somit unser erster Nationalpark, dort unten am "Gate" haben wir dann auch gleich eine Jahreskarte für alle Nationalparks geholt. Vom Preis her hat sich das auf jeden Fall gelohnt. Erschlossen wird der Park im Wesentlichen durch eine Stichstraße, der Mount Revelstoke Summit Road, die auf 26 km Länge durch drei Vegetationsstufen bis fast auf den Gipfel des Mount Revelstoke (1860 m) führt. Den Restlichen Kilometer zur Spitze muss man wandern, was wir natürlich auch gemacht hatten. Am Campground hatte man uns noch gewarnt vor sehr vielen und aggresiven Mücken, doch so viele gab es dann dort oben doch nicht. Ganz oben angekommen hatte man eine wunderschöne 360° Sicht, und man stellte fest, man befindet sich in mitten von Bergen, soweit das Auge reicht überall Berge. 
Nächster Halt war das zwei Stunden entfernte Golden. Dort angekommen, stellte wir fest, das es den Campground hier gar nicht gibt und das dieser auch gar keine richtige Adresse hat. 
Zufällig war ein Subway direkt am Ortseingang, also haben wir dort auch direkt "Dinner" gehabt. Da "BC-Day" war das, wie die uns sagten der "busiest day ever". Für unseres Subs mussten wir alleine fast 30min anstehen, und das ob obwohl 12 Verkäufer hinter der Teke standen, so einen vollen Subway mit so vielen Mitarbeiter hatte ich noch nie gesehen. 
Draußen beim Essen, haben wir dann noch Leute gefragt, ob sie wüssten wo wir hinmüssen. Die erste Frau jagte uns erstmal ein Schreck ein, indem sie meinte, dass der RV Park in Richtung Revelstroke sei, aber daher kamen wir ja..
Eine Frau hatte unser Gespräch mitbekommen und kam helfend zu Stelle und suchte uns die Adresse raus. Also eine Adresse gab es nicht, aber sie meinte ihr müsste den Highway 95 einfach für 20km runter fahren und dann käme der irgendwann.
Gesagt getan, doch der war so schlecht ausgeschildert, dass wir doch glatt vorbeigefahren sind, und auf dem Highway sogar noch wenden mussten.
Abends bei Sonnenuntergang kamen wir dann endlich an. Es war ein RV Park von der Sorte, die wir so noch nicht kannten. Sehr großflächig und verhältnismäßig sehr wenige Camper. Außerdem stand er zum Verkauft. Das ganze Land für 35.000 Doller. 
Die Besitzer waren zwar nett, aber irgendwie auch etwas seltsam, ich glaube die haben schon immer dort im Niergendwo gewohnt und die größte Zivilisation, die die mal gesehen haben war wahrscheinlich Golden und die Stadt hat 3700 Einwohner. Ihr Fleisch und alles jagen sie übrigens auch selbst. Und Internet oder Fernsehen war Fehlanzeige :) 
Für uns war das ja auch keinenfall wichtig, aber so die ganze Zeit leben, könnte ich nicht. Naja schon interessant, was für verschiedene Leute man so trifft auf der Reise.
Abends haben wir dann noch Fussball und Frisbee gespielt, der Campground war groß genug und außer uns waren dort vielleicht noch 10 andere Wohnmobile, also stören konnten wir somit auch keinen :)
Als wir ankamen erzählte man uns außerdem, dass das Graue am Himmel keine Wolken seien, sonder dass auf der anderen Seite des Berges, gerade der komplette Wald abbrennt. Mit Wildfeuern hatte BC in diesem Jahr echt zu kämpfen!
Ein Fireban gab es trotzdem nicht und das hieß wir machten uns später noch ein Lagerfeuer und saßen mit Marschmellows und Bier drum herum. 

Bis dann,
JT