Donnerstag, 14. August 2014

unterwegs bis nach Whistler

    DAY 24

Hallo,

heute hatten wir eine der längsten Fahrten unseres Roadtrip vor uns. Es ging von Clearwater aus nach Whistler. Die reine Fahrzeit betrug sechs Stunden und wir fuhren durch eine andere Klimazone.

Die andere Klimazone war wieder diese wüstenartige Steppe, die auch schon im Okanagan herrschte. Hier wurde es auch wieder wärmer. Und wir kamen an kargen Gegenden vorbei, wo zuvor noch ein Wild Fire herrschte und alle Bäume und Pflanzen verbrannte, das sah mal wieder echt heftig aus. Wir fuhren durch Berglandschaften und Wüstenlandschaften, mal an einem Canyon vorbei, wo unten ein Fluss war und mal über eine Straße, die sich Highway nennt und sowas wie eine Autobahn sein soll und dann aufeinmal sich in eine Einspurige Schotterstraße verwandelt. Die Fahrt war also echt aufregend, weil man so viel verschiedenes sah. Sogar mal wieder die Leute die auf einer Baustelle arbeiten und nur die Schilder hochhalten :) 
Die Straßen teilweise waren echt abenteuerlich, denn direkt neben einem ging es gefühlte 1000 Meter runter und auf der anderen Straßenseite war direkt die Felswand. 
Als wir dann den Berg auch wieder runterfahren mussten, stank es etwas in der Fahrerkabine, wir hielten an und es waren die Bremsen, das wussten wir sofort als sogar Rauch aus den Radkästen kam. Also legten wir eine kleine Pause ein. Obwohl wir auch mit der Motorbremse fuhren wurden die Bremsen also viel zu heiß, aber das ist ja auch kein Wunder bei fast 8 Tonnen Gewicht und ganz normalen Bremsen für einen Ford Van...

Bevor wir zum Campground fuhren sind wir noch in das Whistler Village gegangen, dort herrschte gerade ein Mountainbike-Festival, es war allerdings erst einer der ersten Tage, deshalb noch nicht viel los. 
Abendgegessen haben wir dann noch in einem Restaurant, dort gab es den "Steak-Burger" ein super leckerer Burger mit Kalbsmedaillons statt Buletten.
Am Abend kamen wir dann alle recht müde im Whister RV Park und Campground an.
Bilder sagen ja meistens mehr als Worte, deshalb gibts eigentlich nicht mehr viel zu sagen, schaut euch einfach die Fotos an.

Bis dann,
JT









Statue in Whistler, Austragungsort der Winter-Olympics 2010

Bikeevent

Steakburger
 

Mittwoch, 13. August 2014

on the road

    DAY 23

Hallo,

heute ging es ins 317km entfernte Clearwater. Auf dem Weg dorthin kamen wir in eine anderen Zeitzone. Wir waren jetzt wieder in der Pacific Time Zone, neun Stunden hinter der deutschen Zeit.
Bevor wir allerdings Jaspar verließen wollten wir uns nochmal die Stadt ansehen. Und außerdem wollten wir mal wieder checken was so im Internet abgeht. 
Wir sind also erstmal rumgelaufen und haben dann ein paar Sachen, wie Shampoo, Nudeln oder Wasser in einem "Tante Emma" Laden gekauft. 
Danach haben wir uns vor "Tim Hortens", sowas wie Starbucks, gesetzt und checkten erstmal Dinge mit Hilfe des Internets. Das es in Canada an sehr vielen Stellen "open Wi-Fi" gibt ist echt sehr hilfreich :) 
Mittags haben wir uns dann auf nach Clearwater gemacht. Die Fahrt dorthin war in Ordnung, es gab aber erstaunlicher Weise gar nicht so viel zu sehen. Ein paar Fotos haben wir trotzdem gemacht. 

Wir hatten nicht reserviert auf einem Campground sind also abends einfach zu einem gefahren, den wir vorher angerufen hatten und die hatten sogar noch ein Platz frei. 
Am Camping Platz haben wir dann erstmal zu Abend gegessen und später noch ein bisschen Fussball gespielt. Als es bereits dämmerte auch noch auf dem hauseigenen Mini-Golf Platz Mini-Golf gespielt. 

Kurz nach uns kam noch ein weiterer Camper an, dieser war alleine, fuhr aber einen riesiges Wohnmobil, so groß wie ein Reisebus mit einem halb so großen Anhänger. Später sahen wir, dass in dem Anhänger sein Porsche war und er gleich mal eine Testrunde über den Campingplatz drehte.. verrückte Leute gibts..

Bis dann,
JT





 

Dienstag, 12. August 2014

chillen am See

    DAY 22

Hallo,

heute haben wir eigentlich fast den ganzen Tag an einem See verbracht. Und dieser See war nicht irgendein Touristensee, sondern ein Geheimtipp. Diesen Tipp hatten wir von Spencers Bruder bekommen. Der See war auch nicht ausgeschildert, nannte sich aber Horseshoe Lake und ist bestens bekannt für die Felsen und Klippen von denen man aus reinspringen kann. 
Die Einfahrt zum Parkplatz hätten wir auch fast verpasst :) dann musste man noch ein bisschen durchs Gestrüpp laufen und man Stand direkt auf Felsen und guckte auf den See runter. Überall auf dem Weg dorthin waren Schilder, dass Springen auf eingene Gefahr sei und dass das Wasser sehr kalt sei. 
Als wir ne passende Stelle gefunden haben sind wir dann auch direkt reingesprungen. Das Wasser war wirklich nicht gerade warm. Eigentlich waren überall Kanadier, nur ein Deutscher musste rumzicken, weil wir die Musikbox dabei hatten und die ihm wohl zu laut war :) 
Die höchsten Klippen dort waren 25 Meter, die sind wir jedoch nicht runtergesprungen, dafür muss ja schon mehr oder weniger Profi sein ;)

Bis es Abends kalt wurde haben wir es ausgehalten am See. Dann sind wir eine halbe Stunde zurück zu unserem Campground in Jasper gefahren. Dort haben wir dann noch gekocht und den Abend wieder mit einem Lagerfeuer ausklingen lassen!

Bis dann,
JT

ein Erhöhung mitten im Wasser







Montag, 11. August 2014

Auf dem Weg nach Jasper mit Überraschung

    DAY 21

Hallo,

am Montag sind wir morgens schon früh aufgestanden, Spencer musste morgens in die Schule denn er hatte eine Klausur geschrieben, also verabschiedeten wir uns noch und fuhren dann zur Sherwood Mall, zwei von uns sind dort nochmal ins Fitnessstudio. Till und ich sind mit dem Camper zur einer Tankstelle gefahren. Dort wurde gedumpt und das Frischwasser aufgefüllt und natürlich getankt. Das mussten wir einfach nochmal ausnutzen, denn hier in Edmonton kostet das Benzin pro Liter 1,08 Dollar, das entspricht 0,75 Euro pro Liter. Also echt sehr billig. 
Vor uns lagen dann vier Stunden Fahrt nach Jasper. Unterwegs haben wir bei perfektem Sommerwetter an einem See direkt neben dem Highway angehalten. Alles war voller Sand, ein toller Sandstrand! Wir nahmen unsere Campingstühle und suchten uns eine Bucht. Später schwammen wir zur anderen Seite des Sees. Dort sind wir an Land gegangen und einen Berg hochgeklettert, das tat zwar barfuß total weh, aber die Aussicht von der Peak aus hatte sich echt gelohnt. 
Weh tat das denn überall war getrocknetes, hartes, spitzes Gras, das heißt es fühlte sich an, als wenn man über ein Nagelbrett gehen würde. Aber wie gesagt, für den Ausblick hatten sich die Schmerzen gelohnt. 
Leider konnte ich kein Foto von dem Ausblick machen, denn wir sind dort ja hingeschwommen, wäre nicht so gut gewesen, wenn ich meine Kamera mitgenommen hätte. Aber die besten Erinnerungen bleiben ja sowieso, wenn man sie einfach so "pur" erlebt.
Die Überraschung laut der Überschrift war dieser Sandstrand mit See, wir hatten es nämlich nicht für möglich gehalten, dass wir sowas nach dem Okanagan Valley nochmal erlebten...

Nachdem wir fast den halben Tag dann dort an dem Strand verbrachten ging unsere Reise weiter, wieder zurück ins Herz der Rockies. Jasper ist eine Stadt mit 3500 Einwohnern und wurde 1813 gegründet als Handelsposten der Hudson Bay Company. Die HBC ist eine der ältesten Handelsunternehmen der Welt und das älteste Unternehmen in Canada.

Abends kamen wir dann beim Whistlers RV Park in Jaspar an, das war wie in Banff ein öffentlicher Campground der dem Government of Canada gehört. Der Park war wieder riesig und befand sich mitten im Wald. Abends machten wir dann noch ein Lagerfeuer und spielten Frisbee. 

Bis dann,
JT




"unsere Bucht"




am Straßenrand


Campingplatz in Jasper

Sonntag, 10. August 2014

Ausflug an einen See

    DAY 20

Hallo,

heute gab es ein leckeres Pancake Frühstück bei Spencer. Danach sind wir zu einem See 1 Stunde von Edmonton entfernt gefahren. Das Wetter war echt gut! Wir haben uns dann einfach an einen Steg gelegt und entspannt. In dem See konnte man nicht wirklich schwimmen, als wir reingesprungen sind, sind wir auch gar nicht untergetaucht, denn ungefähr einen Meter unter der Wasseroberfläche befand sich eine Art Algenteppich. Nachdem wir den mitgebrachten Lunch gegessen hatten machten wir uns wieder auf den Heimweg. 
Dort packten wir erstmal alle unsere Sachen von 20 Tagen Roadtrip in die Waschmaschine. Natürlich hatten wir immer mal wieder ein paar Sachen auf den Campgrounds gewaschen, doch jetzt konnten wir nochmal alles durchwaschen. 
Als Abendessen gab es Cesar Salad und Würstchen. Nach dem Dinner sind wir nach Edmonton Downtown gefahren und haben uns dort zusammen mit Spencer mit seinem Bruder getroffen. Alle zusammen sind wir in ein "Bier-Haus" gegangen. Dort gab es die verschiedensten Biersorten! Später sind wir noch mit zu Spencers Bruder nach Hause. Um Mitternacht sind wir dort abgezogen und haben noch im Man Cave den Abend ausklingen lassen. 

Bis dann,
JT



Zwei Corvettes beim Straßenrennen direkt vor uns auf dem Highway

Eingang des Bier-Haus

"Bier mit Schuss"

Samstag, 9. August 2014

West Edmonton Mall

    DAY 19

Hallo,

heute trafen wir endlich unseren kanadischen Freund, den wir aus der deutschen Schule kannten. Gepennt hatten wir alle im Camper vor deren "Garage", hatten also sogar Strom. Das Badezimmer konnten wir in deren Garage benutzen, was eigentlich gar keine Garage ist, sondern ein komplett eingerichteter Raum mit Arbeitszimmer und Bandproberaum mit Küchenzeile und einem großzügigen Badezimmer. Genannt wird es "Men Cave" und gehört Spencers Vater, der dort sein Arbeitszimmer und eben mit seiner Band probt und abhängt. 
Nach dem Früstück sind wir alle zusammen in Spencer Auto zur West Edmonton Mall gefahren. Die größte Mall Nordamerikas mit 800 Shops und über 30 Millionen Besuchern im Jahr. Bis 2004 war es sogar die größte Shopping-Mall der Welt. 
Dort haben wir dann ein bisschen gekauft, vorallem bei Abercrombie, was ziemlich günstig war, weil alles on Sale war. 
Einige von uns sind dann noch auf die härteste Achterbahn Nordamerikas gegangen. Ich war dort letztes Jahr bei meinem Besuch in Edmonton auch drauf, doch danach tat mein Rücken von der G-Force so weh, dass ich das diesmal nicht brauchte. Doch den drei anderen machte es ordentlich Spaß! Muss man mal im Leben gemacht haben, die zweithärteste Achterbahn der Welt gefahren zu sein :) 

Zürück nach Hause sind wir über das Goverment Place gefahren, Spencer zeigte uns also ein bisschen die City von Edmonton. Das Wetter war echt gut, aber nicht zu warm. 
Als Dinner gab es ein unglaublich leckeres Alberta Beef Steak gegrillt von Spencer's Dad, davor gabs noch Karotten und Gemüse mit Dipp.

Abens sind wir fünf zum Liqor Store gefahren, haben etwas Bier gekauft und sind dann zu Spencer Bruder gefahren und haben dort mit ihm und seiner Freundin gechillt. 
Nachts sind wir dann zurück und haben bei Spencer zu Hause noch ein Lagerfeuer gemacht und haben im Men Cave rumgehangen. 

Ein echt gelungener Tag ;) 
Bis dann,
JT






Freitag, 8. August 2014

Edmonton!

    DAY 18

Hallo,

an der Trucking School, obwohl dort schon seit 6h morgens was los war, ließ es sich gut schlafen. Nachdem wir dort alle im Camper duschten sind wir weiter gefahren. Also in Edmonton waren wir ja schon, aber am Abend konnten wir erst zur unser nächsten Destination. Das war nämlich ein kanadischer Freund von uns, der vor einem Jahr ein Auslandjahr in Deutschland verbracht hatte. Und für die nächsten Tage wollten wir mit ihm Sachen unternehmen. 
Doch zuvor hatten wir Breakfast/Lunch bei Tim Hortens, das ist hier in Kanada das beliebteste "Fastfood-Restaurant", das ursprünglich auf Kaffe und Donuts spezialisiert war. Jetzt aber auch Sandwitches und andere Frühstücksspeisen im Sortiment hat.
Als wir dort ankamen gab es dort aber irgendwie nur einen "Tim Hortens - Drive Thru" und mit unserem Wohnmobil war das eindeutig nicht zu machen. Also taten wir einfach so, als wenn wir ein Auto wären.. klappte aber nicht, man nahm uns nicht ernst :) 10min später weiste uns jemand daraufhin, dass der Eingang des Tim Hortens auf der Rückseite sei. Von Außen sah das Gebäude total klein aus, als wenn es nur ein Drive Thru wäre, aber so konnten wir dann doch noch was bestellen. Die Bedinung hat schlechter English gesprochen als Oettinger. Ich weiß nicht, wie diese Leute an solche Jobs immer kommen? Naja halt irgendwie eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, ich meine, wenn man hier auch bei Baustellen auf eine Ampel verzichtet und stattdessen Menschen schilder mit Stop oder Slow halten lässt. 
Nach dem Frühstück mussten wir erstmal unseren kompletten Kühlschrank Inhalt wegwerfen, denn leider funktionierte der seit ein paar Tagen ja nicht mehr. 

Danach haben wir uns auf die Suche nach einer Werkstatt gemacht. Auch waren wir wieder bei Canadian Tire, doch mal wieder konnte man uns dort nicht helfen, sodass wir am Ende bei einem riesigen Wohnwagenverkäufer landeten. Wir schilderten unser Problem und rufen von deren Telefon auch wieder unseren Vermieter an und zwei Mechaniker schauten sich das Kühlsystem und die Gasleitungen an. Eine undichte Stelle gab es schonmal nicht, obwohl es auf der Fahrt dorthin ziemlich nach Gas im Wagen gerochen hatte. 
Die Mechaniker haben zwar einen gewissen Aufwand betrieben, aber konnten uns nicht wirklich helfen. Aber wieder sehr nett, wollten nichtmal was dafür haben :)

Bevor wir zu unserem Freund Spencer gefahren sind, haben wir noch eine Abstecher in die Sherwood Mall gemacht, dass ist eine kleine Mall in dem Vorort von Edmonton, wo Spencer wohnt. 
Dort haben wir dann mehr oder weniger rumgehangen. Paar von uns sind dort gratis in ein Fitnessstudio gekommen..

Als wir Abends zur Spencer kamen, dachten wir keiner sei zu Hause, denn er kam sowieso erst in der Nacht aus den USA zurück. Doch seine Eltern waren da. und nähmen uns direkt mit rein. Als kleines Geschenk hatten wir einen Wein gekauft im Okanagan Valley. Dort sollen edle Tropfen reifen :)

Dort gab es dann Pizza und einen leckeren Rohkostteller und dann haben wir mit den Eltern noch zusammen "Bad Granpa" geschaut. Echt ein witziger Film. 
Am Ende waren wir ziemlich müde vom Tag, sodass wir Spencer nicht mehr sahen, er kam irgendwann um 3h morgens erst nach Hause. 
Aber am nächsten Tag war es dann soweit...Seit gespannt was wir zusammen mit ihm erlebt haben!

Beste Grüße,
JT

hier in Alberta darf man sich alles aufs Nummernschild schreiben lassen: "Captain Morgan"

Donnerstag, 7. August 2014

Weltuntergang und Weiterfahrt nach Edmonton

    DAY 17 Part 2

Hallo,

nachmittags kamen wir am Sylvian Lake an, dieser lag nicht direkt auf unserer Route nach Edmonten, doch im Reiseführer stand, er sei einen Besuch wert. Und da wir sowieso zu keiner Zeit an einem bestimmten Ort sein mussten, da wir keinen Campground gebucht hatten, haben wir den Abstecher gemacht. Zuerst zum dortigen Visitor Center, wir wollten in Erfahrung bringen, ob es hier einen Campground gebe, aber das Visitor Center hatte zu. 
Also sind wir direkt weiter zum See. Einen Parkplatz für unser fahrbares "Haus" gabs direkt an der Strandpromenade. Das Wetter war auch ganz gut... und duschen mussten wir mal wieder :) Eigentlich wollten wir das im See erledigen, doch dann sahen wir zufällig direkt öffentliche Außenduschen. Das Wasser war vom Gefühl her kälter als der Wasserfall vor ein paar Tagen...
Schlagartig wurde das Wetter unangenehm, die Sonne verschwand und es zogen dunkle Wolken auf. Doch Regen war noch nicht in Sicht. Trotzdem gingen wir dann direkt frisch geduscht zurück in den Camper. Wir sind dann nochmal zum Visitor Center gefahren, denn unser Abwassertank im Camper war langsam voll. Im Visitor Center haben wir dann directions zu einer kostenlosen Dumping-Station bekommen. Diese war einfach in einem Gewerbegebiet, aber außer einem Loch im Boden war da nichts. :)
Währrend des dumpen wurde es immer dunkler, in der Ferne sah man schon Blitze und hörte Gewitter.
Wir sind gerade rechtzeitig fertig geworden und dann fing die Weltuntergansstimmung schon an. Es knallte, blitze und war total dunkel obwohl es noch gar nicht so spät war. Das Knallen kam durch riesige Hagelkörner, so viele auf einmal und so große habe ich noch nie gesehen, vorallem nicht im Hochsommer. Die kompletten Straßen waren überschwemmt, überall sah man Menschen wegrennen, die noch in kurzer Hose und T-Shirt waren. Der See sah aus, wie währrend eines Hurricane. Das war echt krass. Wir flüchteten in einen nahgelegenden Subway, und da wir keine nassen Schuhe bekommen wollten sprinteten wir einfach in Flipflops dort hin. 
Nach einer halben Stunde war dieses krasses Naturschauspiel auch wieder vorbei. Überall auf den Straßen lagen dann die Hagelkörner und Äste und Blätter von den Bäumen.
In der Dämmerung kamen wir in Edmonten an, zuvor waren wir laut unserem Navi zu Campingplätzen gefahren, doch unser Navi führte uns entweder an eine Grundschule oder an eine Highway Abfahrt, wo keine war. Naja am Ende blieb uns nichts anderes übrig, um einfach an einer Tankstelle nachzufragen. 
Einer von uns ging rein und fragte die Kassierer, die waren so nett und schauten gleich auf ihrem Handy nach. Eine andere ältere Kundin hatte das mitbekommen und schaute auch nach, rief sogar noch ihren Sohn an, um ihn zu fragen. Danach rief die nette Dame alle möglichen Campgrounds an, doch entweder hatten die keinen Platz mehr oder waren geschlossen. Zu unserem Glück hatte noch eine weitere Person das mitbekommen und mischte sich ins Gespräch ein, es war ein Mann, dem eine Truck Driving School gehörte und er meinte, dass wir bei ihm auf dem Gelände übernachten dürften :) Abenteuerlich, dass jemand so nett ist, und vier Ausländer zu seiner Firma nimmt. Er fuhr mit seinem Truck vor und wir hinterher. Dort angekommen füllte er uns sogar noch den Frischwassertank auf. Zeigte uns ein paar seiner Trucks, obwohl es schon ziemlich spät war, und gab uns dann sogar noch das Wlan-Passwort. Mega nett! Dort bleiben dürften wir am nächsten morgen auch so länge, wie wir wollten, obwohl er selber nicht da war.
So stand uns eine "sichere" Nacht an der Capilano Drivers School bevor. 


Bis morgen,
JT



double rainbow nach dem "Weltuntergang"

mal wieder im Canadian Tire um Hilfe für unseren Kühlschrank zu fragen - ohne Erfolg

spät Abends an der Capilano Drivers School

das Gewitter zieht auf, vorne die Dumping Station
Capilano Drivers School von der Seite

verrückter Tag

    DAY 17

Hallo,

am heutigen morgen sind wir natürlich erst später aufgestanden. Die nächtliche Fahrt steckte uns noch in den Gliedern. Aufgewacht sind wir auf dem Baumarktparkplatz. Als wir nachts dort ankamen war der natürlich los, jetzt morgens, war dort total der Drubel und um uns herum standen überall Autos. 
Leider machte schon seit einem Tag der Kühlschrank zicken, beziehungsweise die Gaszufuhr, wodurch der Kühlschrank angetrieben wird. In der Stadt (Rocky Mountain House) sind wir dann erstmal zu einer Tanke gefahren, dort haben wir das Gas auffüllen lassen, und den Tankwart noch nach Hilfe gefragt, der versuchte zwar zu helfen, wusste aber auch nicht wo das Problem sei. Er empfiel uns eine Werkstatt. Da wir diese aber nicht auf anhieb fanden, hielten wir erstmal bei einem Autohändler. Dieser sah aus wie ein Cowboy und wie wir später erfuhren wurde er von allen im Ort "Chief" genannt. Der Chief versuchte uns auch zu helfen, doch auch er fand die Ursache nicht empfahl uns aber seinen Kumpel, der im GM Autohaus arbeitet. Dort angekommen fragten wir nach diesem Kumpel, der auch netterweise sofort seine eigentliche Arbeit unterbrach und sich den Kühlschrank und die Technik anguckte. Zusammen mit ihm haben wir dann auch noch unsere Wohnmobil-Verleiher angerufen, denn das muss ja immer alles abgestimmt sein, wenn man Reparaturen vornimmt. Doch soweit kam es gar nicht, denn er meinte für soetwas müsse er den Wagen mind. zwei Tage dabehalten. Das wollten wir natürlich nicht. Am Ende hat er uns noch den Gasdruck erhöht, sodass wir Hoffnung hatten, dass der Kühlschrank bald wieder funktionieren würde. Als Dankeschön ließen wir dem netten Mechaniker deutsche Schokolade da. 
Unser nächster Stop hieß Sylvian Lake, ein großer Badesee etwa 1 Stunde von Rocky Mountain House entfernt, dort haben wir dann auch geduscht, denn im Camper war das mit nur noch wenig Wasser im Tank nicht möglich. 
Was wir dann noch am See erlebten war schlichtweg unglaublich, doch dazu mehr morgen... Stay tuned!

Freut euch drauf,
JT